Werfen Sie einen Blick in die neue Oktober-Ausgabe von HEMPELS!

Beim Straßenverkauf gelten für unsere Verkaufenden besondere Hygiene- und Abstandsregeln: Sie erhalten infektionshemmendes Schutzmaterial sowie die Möglichkeit, mit ausreichend Abstand zu ihren Kundinnen und Kunden einen kontaktlosen Verkauf anzubieten. Wie genau der kontaktlose Verkauf funktioniert, können Sie unter diesem Link nachlesen.

Mein Freund, das Tier

Bauernhöfe sind Orte des Erlebens mit allen Sinnen, Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen können davon in besonderer Form profitieren, wie ein ungewöhnliches Konzept zeigt. Mit Bewohnern eines Heims zu Besuch auf einem Resthof

Einmal muss Sonny seine Meinung fast ein wenig korrigieren, für einen ganz kurzen Moment jedenfalls.

Zwei Ziegen hat er draußen auf dem Hof Futter gegeben, hat sie aus seinen Händen fressen lassen und ihnen zwischendurch über Kopf und Rücken gestreichelt. »Sind gute Ziegen«, hat Sonny dabei anerkennend gesagt, »Findus heißt die eine hier, den Namen der anderen vergesse ich aber andauernd.« Und ob es nun Findus war oder die Namenlose (man konnte es so rasch einfach nicht erkennen) – eines der beiden Tiere war ihm plötzlich mit den Hufen zu nahe gekommen. »Manchmal«, meckert Sonny jetzt also deutlich vernehmbar, »manchmal steigen sie einem aber auch immer bloß auf die Füße!« Dann überlegt er einen Moment und sagt: »Ist aber nicht schlimm. Sie freuen sich einfach, wenn sie mich sehen.«

Kein Anlass also, ein positives Bild dauerhaft zu korrigieren.

Weiterlesen können Sie diese Geschichte in der neuen Ausgabe unseres Straßenmagazins. Ihr Exemplar bekommen Sie ab Freitag, 1. Oktober, bei den Straßenverkaufenden Ihres Vertrauens!

Hafenland

Ob Nord- oder Ostsee – oder dazwischen: Schleswig-Holstein ist ein Land der Häfen. Das zeigen auch Fotos von Jan Krützfeldt, die wir ab sofort im HEMPELS-Kalender 2022 veröffentlichen

»Jan wegen Kalender 2022«: So knapp und ohne Genitiv lautete eine Notiz der HEMPELS-Redaktion, terminiert auf Frühlingsbeginn. Gemeint war, Fotograf Jan Krützfeldt aus Handewitt zu fragen, ob er wieder mit uns zusammen einen Jahreskalender gestaltet. So wie im Vorjahr. Doch schon im Januar – als der Kalender 2021 gerade erst ein paar Tage an schleswig-holsteinischen Zimmerwänden hing – hatte sich die Notiz erledigt. Denn Jan meldete sich: »Moin, wie siehts mit einem neuen Kalender aus?«

Was dann besprochen und woran in den Monaten danach gearbeitet wurde: ein neuer Kalender, dessen zwölf Monatsblätter erneut besondere Orte in Schleswig-Holstein zeigen. Thema diesmal: Häfen. Dafür war Jan mit seiner Kamera an Nord- und Ostsee unterwegs – und dazwischen. Er war in Dagebüll und Maasholm, in Rendsburg sowie über einem Dutzend weiterer Orte. Beeindruckende Fotos brachte er mit; unsere Auswahl finden Sie im HEMPELS-Kalender 2022, den Sie ab sofort bei den Straßenverkaufenden Ihres Vertrauens bekommen. Wie im Vorjahr kostet er 9,80 Euro, und wie immer bei uns bleibt die Hälfte davon bei den Verkäuferinnen und Verkäufern.

Alle Infos zu unserem Kalender finden Sie ab sofort im Oktober-Heft. Viel Spaß bei der Lektüre!

Waschen ist Würde

Jeden Morgen oder Abend zu duschen ist für die meisten Menschen selbstverständlich. Doch wer obdachlos ist, muss sich schon Gedanken darüber machen, wo er sich nur waschen könnte. In Hamburg gibt es für sie jetzt einen mobilen Duschbus

Dominik Bloh flog als Teenager von Zuhause raus und schlug sich elf Jahre auf den Straßen Hamburgs durch das Leben – während er nebenbei noch das Abitur machte. In dieser Zeit hat er erlebt, wie es sich anfühlt, sich nicht regelmäßig waschen zu können. »Ich kenne es, wenn Menschen aus Ekel sich distanzieren. Das Äußere wirkt sich auf das Innere aus. Körper und Geist gehen Hand in Hand. Ich war einfach solange dreckig, bis ich von mir selber dachte, ich bin nur noch Dreck«, sagt er im Rückblick.

Heute hat er es geschafft. Er konnte der Straße selbst den Rücken kehren und schrieb über seine obdachlosen Jahre den Bestseller »Unter Palmen aus Stahl«. Im April 2018 hatten wir ihn mit seinem außergewöhnlichen Lebensweg in einer großen Reportage bereits in HEMPELS vorgestellt. Jetzt kümmert sich der 33-Jährige darum, dass Obdachlose sich waschen können. »In der Zeit auf der Straße war eines der schwierigsten Probleme, mich nicht waschen zu können. Auf der Straße habe ich gelernt, dass Waschen Würde ist.« Er organisierte mit Freunden eine riesige Spendenaktion, um einen Duschbus zu finanzieren.

Mit Dank an Trott-war / INSP.ngo

Lesen Sie den ganzen Bericht über den Duschbus für Obdachlose in unserer aktuellen Ausgabe – out now!